Selbsthilfegruppe (Shg) "Psychosomatik"

Bitte beachten Sie, dass diese Informationen niemals einen Arztbesuch ersetzen können!

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Gruppenziel  
Allgemeine Informationen
Wer kommt in die Gruppe?

Wie kommt es zu diesen unguten psychischen Einwirkungen auf unser Wohlbefinden?

Warum entsteht dieses Lebensmuster?
Wie entsteht dieses Lebensmuster?
Was ist Selbsthilfe?
Der Blitz
Der Eingangsblitz
Der Ausgangsblitz
Gefühle
Fleyer
Tiefenentspannung
Unternehmungen

Vorwort

Selbsthilfegruppe „Psychosomatik“

 

Wir Mitglieder der Selbsthilfegruppe „Psychosomatik“ arbeiten an den Gruppenabenden an uns störenden Gefühlen und Erkrankungen.

Jeder kann sich mit seinen Aufgaben (Problemen) der Gruppe öffnen und auf die Hilfe der Anderen rechnen.

Um eine Änderung zu erreichen ist es erforderlich, dass wir unsere Gefühle definieren und die damit zusammen hängenden Gedanken erkennen. Dann prüfen wir, ob wir diese Gedanken an die Realität anpassen wollen, oder ob sie realistisch sind. Das ist entscheidend dafür, ob wir unsere gedankliche Einstellung oder in unseren Angelegenheiten etwas ändern.

Die interessierte Anteilnahme der Mitglieder und die gewahrte Anonymität machen es möglich, dass wir unsere Erfahrungen austauschen und offen in der Gruppe reden können. Dabei ist es unwichtig, was uns angetan wurde oder angetan wird bzw. zu wider läuft. Wichtig ist, was wir fühlen.

Wir nehmen regelmäßig an den Gruppenabenden teil. Dadurch lernen wir uns gut kennen und es entsteht ein Vertrauensverhältnis unter einander. Durch die Regelmäßigkeit ist auch das erforderliche ständige Training gewährleistet.

Wir besuchen die Gruppen nur um unseret Willen, um uns selbst zu helfen, nicht aus  anderen Gründen oder einer anderen Person zu Liebe.

Um uns mit psychologischen und Wissenschaftlichen Lehren vertraut zu machen finden regelmäßig Weiterbildungsabende statt.

Quelle: Selbsthilfegruppe "Psychosomatik" aus Diepholz

Unser Gruppenziel

Ich organisiere als Betroffener eine Selbsthilfegruppen "Psychosomatik", in Berge.

Das Ziel dieser Gruppenarbeit ist es:

                                                        Selbstwertgefühl

                                                        Selbstverantwortung

                                                        Selbstbewusstsein

                                                        Selbstwertrauen

                                                        zu entwickeln oder zu erhöhen.

Unsere Grundsätze:

Selbsthilfegruppe „Psychosomatik“

 

 

Wir gehen davon aus, dass psychosomatische und psychische Beeinträchtigungen  der Gesundheit ursächlich herrühren aus dem Zusammenwirken der bewussten und unbewussten Gedanken und den Gefühlen. Wir sind

 bereit nicht mehr das zu tun, wodurch wir diese Beeinträchtigungen erleiden.

 

 

Wichtig für uns ist:

 

  1. Wir können offen über unsere Probleme reden, denn das Gesagte bleibt in der Gruppe und wir werden von Leidgenossen verstanden.
  2. Wir sind alle gleichwertig, mündig, und selbstverantwortlich.
  3. Wir versammeln uns, um eine neue Einstellung zu uns selbst, zu unseren Problemen und zu unserer Umwelt zu finden.
  4. Wir nehmen regelmäßig teil.

 

 

Wir lernen:

 

  1. Im Hier und Heute zu leben und die Realität zu erkennen.
  2. Unser Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl, Selbstverantwortung, Selbstsicherheit und Selbstvertrauen zu stärken.
  3. Die natürlichen Freuden des Tages zu entdecken, zu erfühlen und zu genießen.
  4. Probleme lösen sich oft schon dadurch, dass wir sie formulieren und vor anderen aussprechen.

 

 

Wir wollen uns an folgende Regeln halten:

 

  1. Wir sprechen in der „Ich-Form“ von uns selbst und unseren eigenen Erfahrungen.
  2. Wir sprechen vertraulich mit einander, duzen uns und sprechen uns mit dem Vornamen an.
  3. Wir geben keine Ratschläge und provozieren uns nicht.
  4. Wir tragen nichts aus der Gruppe nach außen, sondern lassen das Gehörte innerhalb der Gruppe. Wer diese Regel nicht einhält, wird von der Gruppe ausgeschlossen.
  5. Aktuellen Problemen geben wir den Vorrang, jedes Problem, auch das kleinste wird wichtig genommen.
  6. Jeder darf reden, aber sie/er muss es nicht. Die Redezeit wählen wir nicht zu lang.
  7. Wir konzentrieren uns auf den/die Redner/in, lassen ihn/sie ausreden und unterbrechen nur ausnahmsweise.
  8. Wir respektieren die Meinung eines jeden Gruppenmitgliedes.
  9. Wir sehen oder suchen keine Schuld, weder bei uns noch bei den Mitmenschen, den Situationen oder den Umständen.

 

Unser Motto lautet: „Wohin willst du?“

Für Weiterbildung wollen wir Informationen, Fachliteratur und Fachleute in Anspruch nehmen. Dazu werden bei Bedarf der Gruppenmitglieder Schnupperkurse, Seminare und Vorträge organisiert.

 

Wir Gruppenmitglieder identifizieren uns mit diesen Grundsätzen.  

Allgemeine Information über diese Selbsthilfegruppe

Selbsthilfegruppe „Psychosomatik“

 

Seit September 2003 gibt es diese Gruppe in Berge .

 

Was bedeutet Psychosomatik?

Lehre von der Bedeutung psychischer für die Entstehung und den Verlauf körperlicher Beeinträchtigungen und Krankheiten.

 

Die Gruppen gestalten nach festgelegten Grundsätzen ihre Zusammenkünfte. Z. B.

Alle Gruppenmitglieder sind gleichwertig. Es gibt keinen Leiter oder Therapeuten.

Regeln: Wir tragen nichts nach außen. Das Gesagte bleibt in der Gruppe.

             Wir nehmen jedes Problem, auch das kleinste wichtig.
             Wir respektieren die Meinung eines jeden Mitgliedes.
             Wir geben keine Ratschläge und provozieren uns nicht und weitere.

             

Die Grundsätze und das Verhalten danach bieten einen Schutz unter dem die Mitglieder vertrauensvoll reden, diskutieren, zuhören sowie ihre Meinungen und Erfahrungen äußern.

Jeder arbeitet nur an sich selbst. Wir versuchen durch nachfragen Klarheit in das Gesagte zu bekommen.

 

Erfolg:  Allmählich ändert sich unsere Einstellung zu uns selbst, zu unsere Umwelt, zu unseren Problemen.

 

            Wir nehmen Fachliteratur, Fachleute und evtl. auch Kurse in Anspruch, um uns zu informieren, weiter zu bilden oder um Praktiken zu erlernen, um mit unseren Beschwerden besser fertig zu werden.

 

Das Ziel dieser Gruppenarbeit ist es:

                                                

Selbstwertgefühl

Selbstverantwortung

Selbstbewusstsein

Selbstvertrauen

                                               zu entwickeln oder zu erhöhen.

 

Wer kommt in diese Selbsthilfegruppe?

Es sind Leute wie du und ich. Sie haben einen Beruf erlernt, gehen einer Arbeit nach, sind Rentner oder arbeitslos. Sie leben in einer Partnerschaft, in einer Familie oder allein.

 

Ihre Motive in diese Gruppen zu kommen sind vergleichbar mit der man in den Sportverein geht: Dort will man etwas zur Ertüchtigung des Körpers tun. Hier will man etwas für die Ertüchtigung seiner Psyche tun.

Ihnen ist bewusst geworden, dass es ihnen nicht so gut geht wie sie es sich wünschen bzw. das es ihnen schlecht geht. Sie wollen sich bemühen etwas zu ändern. Darum kommen sie auch dann, wenn es ihnen gut geht, weil die Gruppenarbeit dann am effektivsten ist.

 

Wie kommt es zu diesen unguten psychischen Einwirkungen auf unser Wohlbefinden?

Der Mensch denkt und handelt nach seinem individuellen Lebensmuster. Für bestimmte, hauptsächlich emotionalen, Gedanken und Handlungen ist aber dieses Lebensmuster gar nicht auf dem neuestem Stand, d.h. es ist 20, 30, 50 oder mehr Jahre alt, nämlich aus der frühen Kindheit. Es ist veraltet, schon damals nicht so aufgebaut worden, dass es für das weitere Leben geeignet war. Der Mensch muss sich nun nach diesem Muster richten und lebt gar nicht gut damit.

Uns geht es nun darum den Einfluss dieses alten Lebensmusters zu verringern, indem wir ein neues einrichten.

Es ist eine allgemein gültige Erfahrung für alle psychologischen Richtungen: Der Mensch richtet sich sehr stark nach einem Lebensmuster was durch Kindheitserlebnisse, etwa bis zum Schulalter, entstand.

 

Warum entsteht dieses Lebensmuster?

Der kleine Mensch braucht, um allein überleben zu können, Wissen und Erfahrung. Das Neugeborene will schnell „flügge“ werden. Der Mensch hat sich in der Vergangenheit instinktiv dahin entwickelt.

 

Wie entsteht dieses Lebensmuster?

Das Neugeborene beobachtet und registriert aufmerksam und neugierig wie das Leben geht, wie es sich verhalten muss, wie es die Großen machen und wie es das genau so machen kann. All dieses Erfahrene, wird nach der Bewertung durch das Kind, für immer gespeichert.

 

Das Kind lebt in seiner eigenen Realität, die sich zusammensetzt aus:

a)      als Baby: seine instinktiven Empfindungen (Instinkt)
b)      seinen Sinneswahrnehmungen: was es sieht, hört, schmeckt, fühlt innerlich und äußerlich.
c)      den Erfahrungen, das es macht.

 

Zu        a) Instinktiv möchte es, dass die Mutter 24 Std/täglich bei ihm ist für seinem Schutz und seine Bedürfnisse: sonst werde ich verletzt, getötet, verhungere oder erfriere ich.
            b) Die Erwachsenen sind groß, geschickt, sind zärtlich oder grob, sie kommen  oder gehen. Ich kann das alles nicht. Ich bin völlig abhängig von ihnen.
             c) Wenn ich schreie kommt jemand oder auch nicht: Die Erwachsenen sind unzuverlässig.
Wenn ich lieb bin, bin ich angenommen, werde geduldet. Weil ich klein und hilflos bin, muss ich mich anpassen, nachgeben, zurückstecken. Darf keine  Forderungen stellen, sonst empört man sich gegen mich.
Mit kindlicher Dramatik bewertet das Kind dann das Erlebte. In den ersten 3 Lebens

 

Nun hat die Natur dem Menschen die Möglichkeit gegeben, ab dem 10. Monat etwa, ein selbstständiges, vernünftiges Denken zu entwickeln. Aber das entwickelt sich nur, wenn das Kind die nötige Ruhe und den Frieden und keinen Mangel an Zuwendung, wenn es seine eigenen Erfahrungen machen und eigene Wege ausprobieren kann. Mit diesem selbstständigen Denken entwickelt es auch ein ruhiges gesundes Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein:

Ich kann das.

Es funktioniert.

Ich kann das was ich tue verantworten.

Mit der Entwicklung des selbständigen, vernünftigen Denkens verläuft parallel auch das Überprüfen der gespeicherten Erfahrungen und sie werden laufend auf den neusten Stand gebracht.

 

Wenn sich dieses Denken nicht genügend entwickelt, dann hat das Kind und auch später der

Erwachsene nicht die Möglichkeit das als Kind Gespeicherte zu überprüfen. D.h. der Mensch richtet mehr oder weniger nach dem in der Kindheit gebildeten Lebensmuster, oder auch anderen.

Bei 80% der Menschen ist dieses Denken ungenügend entwickelt, so dass sie darunter Leiden. Es ist unsicher in seinen Entscheidungen, mag sich selbst nicht leiden, setzt sich unter Leistungsdruck, überfordert sich usw..

Bei den restlichen 20% der Menschen ist zwar das selbstständige vernünftige Denken auch nicht optimal entwickelt aber doch so weit, dass sie nicht oder nur gering darunter leiden.

 

Hier in der Gruppenarbeit geht es nun darum das was in der Kindheit nicht möglich war,

aufzuarbeiten und nachzuholen:

Wir kommen zu Erkenntnissen, dass wir mache Ereignisse in unserem Leben anders hätten einschätzen und uns anders hätten darauf einstellen können. Diese neuen Sichtweisen und Einstellungen wollen wir dann laufend üben und praktizieren. So bildet sich allmählich ein neues Lebensmuster und Lebensgefühl.

 

Verfasser Heinrich Peters (Selbsthilfegruppen in Diepholz)

Überarbeitet von Webmaster (Selbsthilfegruppe in Berge)

Der Blitz

Selbsthilfegruppe „Psychosomatik“

 

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Der Eingangsblitz

  Beim Eingangsblitz soll über zwei Details kurz berichtet werden.

    1. Mein aktuelles Gefühl.
    2. Warum komme ich heute in die Gruppe
 
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  z. B. zu 1. Ich fühle mich heute unruhig und aggressiv. Mir geht es nicht gut.
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zu 2. Ich möchte etwas mehr wissen darüber, wie ich meine  „gedanklichen Bewertungen“ Auf Richtigkeit überprüfen kann.

 

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Der Ausgangsblitz

Beim Ausgangsblitz soll ebenfalls über 2 Details gesprochen werden:

    1. Mein jetziges Gefühl.
    1. Ob ich am nächsten Gruppenabend wieder teilnehme. Was wünsche ich mir für den nächsten Gruppenabend?

 

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z. B. zu 1. Ich bin jetzt viel ruhiger geworden und zuversichtlich, dass ich in der Zukunft etwas weniger oft und weniger leicht aggressiv werde. Es geht mir gut.
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zu 2. Am nächsten Gruppenabend bin ich wieder dabei.

Quelle: Selbsthilfegruppe "Psychosomatik" aus Diepholz

Gefühle

Selbsthilfegruppe „Psychosomatik“

 

Beispiele für Gefühle:

  a) nicht gute Gefühle:

   Ich fühle mich:      aggressiv -- zornig -- wütend -- schwach

                                   eifersüchtig -- schuldig -- unzufrieden

                                   ärgerlich -- hoffnungslos -- bedrückt

                                   nervös -- mitleidig -- ängstlich -- müde

                                   unruhig -- unsicher -- überfordert -- depressiv

                                   rastlos -- traurig -- gereizt -- verstört

b) gute Gefühle:

   Ich fühle mich:      zufrieden -- erfreut -- glücklich -- kraftvoll

                                   erleichtert -- stolz -- hoffnungsvoll -- ruhig

                                   unschuldig -- zuversichtlich -- geduldig

                                   wohlwollend -- wach -- gelassen

 

Beispiele dafür, warum ich in die Gruppe komme: 

Ich möchte:   über ein Anliegen (Aufgabe) sprechen.

...........             etwas (mehr) über eine bestimmte Übung wissen.

...........             bestimmte Gedanken entwickeln.

...........             Gedanken kommen und gehen lassen.

...........             gedankliche Bewertungen auf Richtigkeit überprüfen.

...........             meine Einstellung verändern.

...........             lernen Geduld zu haben.

...........             wissen, wie die Anderen mit ihren Aufgaben umgehen.

...........             lernen  mich leichter zu entscheiden.

 

Ich möchte mehr Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, Selbstverantwortung

                            Selbstbewusstsein entwickeln.

Quelle: Selbsthilfegruppe "Psychosomatik" aus Diepholz

 

Tiefenentspannung

Seit Januar 2004 machen wir in den Gruppen Tiefenentspannung nach Jacobson.

Dazu haben wir uns eine CD angeschafft die uns bei den Übungen unterstützt.

Unternehmungen

Die Gruppenmitglieder treffen sich zum gemeinsamen Frühstück, Kaffe oder Grillen, um wieder an alltägliche Dinge teilzunehmen. Den Gruppenmitgliedern fällt es in unterschiedlichen Situationen schwer an den "normalsten" Dingen im leben teilzunehmen. Sie ziehen sich zurück und verlassen ihre vier Wände immer seltener. Die Ursachen sind unterschiedlicher Natur. Bei unseren Unternehmungen stellt sich bei jedem einzelnen, trotz ersten Zweifelns, ein gutes Gefühl ein. Dies ist ein kleiner Schritt, um sich wieder vor die Tür zu trauen. Manchmal spielt die Neugierde und die Angst etwas zu verpassen, als Antrieb bei einzelnen Personen eine große Rolle. Alles was wir als Antrieb für Aktivitäten nutzen können, um eine depressive Person am Alltagsleben teilzunehmen ist eine gute Maßnahme, solange es kein Zwang bei den Personen auslöst finde ich solche Maßnahmen in Ordnung.

Einzelaktivitäten der Gruppenmitglieder werden sehr begrüßt. Sei es eine Weiterbildung durch Kurse, Lehrgänge, VHS-Kurse, Bücher, Internet (geistig) Vereine (körperlich; Sport und Turnverein). Wir möchten, dass jedes Gruppenmitglied sein/ihr eigenes Leben selbst in die Hand nimmt, ohne von den anderen Personen abhängig zu sein, in Form von Ratschlägen, Tipps und Anweisungen usw.

Stand: 18. Februar 2008

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